Sonntag, 15. Dezember 2013

[review] Das Geheimnis von Ella und Micha von Jessica Sorensen



Ella kehrt für die Semesterferien zurück in ihre Heimatstadt und ist völlig verändert. Das College hat sie scheinbar reifen lassen, und von dem rebellischen Mädchen ist nicht mehr viel über. Jedenfalls scheint das so. Ihr alkoholkranker Vater und ihre schwierige Vergangenheit machen es ihr nicht so leicht, die Vergangenheit zu vergessen, unterschwellig sind diese Konflikte immer noch vorhanden. Als Kind einer seelisch angeschlagenen Mutter und dem kranken Vater, hat Ella ein schweres Päckchen zu tragen. Micha ist ihr bester Freund und liebt seine Ella mit all ihren Ecken und Kanten, umso enttäuschter ist er, als er nun eine veränderte Ella vorfindet, die nichts mehr mit dem Mädchen gemein hat, die kein Blatt vor den Mund nahm und auch mal ihre Fäuste sprechen ließ. Er sucht die „alte Ella“ und dabei passieren wunderbare Dinge mit den Beiden.
In Sachen Tragik kann die Autorin mit Nicholas Sparks mithalten, für mich ist das nicht unbedingt ein Pluspunkt, denn ich zähle nicht zu seinen Anhängern. Ein wenig dick aufgetragen fand ich Ellas Probleme schon, und kaum hat sich ihre Lage beruhigt kommt Micha mit seinem Seelenbalast um die Ecke.
„New Age“- Bücher schießen wie Pilze aus den Boden und werden immer beliebter, mich lassen sie allerdings größtenteils kalt, da ich eindeutig Young Adult vermischt mit Fantasy bevorzuge und wenig Verständnis für so manche Problemchen der jungen Erwachsenen habe, wenn sie sich um Party, Alkohol, Sex und Drogen drehen. Mit Ella konnte ich jedoch wirklich Mitleid haben, das Mädchen hatte es wirklich schwer und wenn die Autorin ein klein wenig kürzer getreten wäre, dem Leser mitzuteilen, wie schlecht es Ella doch hatte und wie schwer es doch auch Micha traf, dann hätte mir die Geschichte noch etwas besser gefallen und der leichte Nervfaktor bezüglich der „Schicksalsübertreibungen“ wäre geringer ausgefallen.
Die Autorin schreibt unterhaltsam und sehr flüssig. Der Geschichte kann man vermutlich auch dann noch folgen, wenn man mit einer dicken Erkältung auf der Couch liegt. Demzufolge kann ich der großen Fangemeinde der „New Age“- Bücher dieses Buch empfehlen- umso mehr, wenn sie ein Herz für Tragik haben.

Wertung:
7 von 10 Punkten

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